Was ist Findom? - Ein Blick hinter die Kulissen

25 Mar 2021
Artikel von Nookie Nest

Er ist auch unter dem Begriff Moneydom bekannt und drückt das Zusammenspiel aus Macht und Unterwürfigkeit aus. Diese Verbindung wird durch die Bezahlung erreicht.

Nookie Nest Autor Nookie Nest
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E s ist ein Fetisch, wie er spezieller nicht sein könnte: Findom (Abkürzung für Financial dominance) schüttelt die Erotikszene gewaltig durch. Recht selten vertreten, aber umso geheimnisvoller präsentiert sich die Subkultur sexueller Gelüste und wirft eine Reihe von Fragen auf. Was es mit dieser besonderen Art der sexuellen Befriedigung auf sich hat, zeigt der nachfolgende Überblick.

Worum geht es bei diesem besonderen Fetisch?

Er ist auch unter dem Begriff Moneydom bekannt und drückt das Zusammenspiel aus Macht und Unterwürfigkeit aus. Diese Verbindung wird durch die Bezahlung erreicht. Differenziert wird zwischen der Position eines dominanten und der eines submissiven Partners. Im klassischen Moneydom übernimmt die Frau die dominante Seite, während sich der Mann in die submissive Position begibt. Das Ansinnen des Mannes ist es, der Frau den dominanten Part zukommen zu lassen und selbst durch diese Rollenverteilung stark erregt zu werden. Beide Partner sollen dem Fetisch nach auf diese Weise sexuelle Befriedigung durch den Lustgewinn erlangen.

Das finanzielle Dominieren des Mannes durch die Frau geht mit beleidigenden Ausdrücken einher. Die Frau erteilt dem Mann Anweisungen, die er wie ein Sklave auszuführen hat. Das Einfordern eines Tributes in Form von Geld kann durch finanzielle Geschenke im Allgemeinen erfolgen. Im Vordergrund steht der Gedanke, wie viel dem Mann das Verwöhnen der Frau mit Geld wert ist. Sämtliche von der Frau ausgesprochenen Beleidigungen sollen bei diesem Fetisch eine erniedrigende Wirkung für den submissiven Partner haben. Er wird daher auch als Verlierer, Geldsklave, Cashslave oder Zahltrottel bezeichnet. Der geläufigste Begriff für den submissiven Partner ist Paypig (Zahlschwein).

Wie viel Geld fließt bei diesem Fetisch und wie oft wird dieses gezahlt?

Wie viel Geld das Paypig der Frau zukommen lässt, obliegt der Entscheidung jedes Einzelnen. Die Zahlung kann je nach Vorliebe einmalig erfolgen, aber auch regelmäßig wiederkehrend geleistet werden. Ist es von beiden Partnern gewünscht, kann das Zahlschwein der Frau ebenso komplett die Dominanz über dessen Finanzen überlassen.

Welche Gründe gibt es für eine solche Unterwerfung?

Ähnlich wie es im BDSM (kurz für Bondage, Discipline, Dominance, Submission, Sadism and Masochism) der Fall ist, kann es der Gedanke des Dominierens sein, der Männern, aber auch Frauen einen hohen Lustgewinn verschafft. Vor allem Männer, die schlicht und einfach den Kontakt zur weiblichen Seite suchen, können einen solchen Fetisch entwickeln. Sie bevorzugen ihre Position der Unterwürfigkeit, um seitens der Frau Aufmerksamkeit zu erlangen. Diese ist jedoch nicht geschenkt, sondern mit einem Tribut verbunden.

Männer, die diesen Fetisch ausleben, sind gern bereit, diesen zu bezahlen. Denn keine Aufmerksamkeit seitens der Frau zu bekommen, wäre für sie der wesentlich höhere Verlust. Daher nehmen sie es gern in Kauf, sich von der Frau stark beleidigen zu lassen. Im Grunde genommen ist es der Zugang zu Emotionen, der ihnen verwehrt bliebe, wenn sie sich der Frau nicht untergeben würden. Es ist eine Art Gefügigkeit, die als tragende Säule dieser BDSM-Variante zugrunde liegt.

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Wie wird dieser Fetisch ausgelebt?

Beide Partner praktizieren diesen Fetisch ausschließlich über diverse Online-Plattformen. Der persönliche, physische Kontakt ist hiervon ausgeschlossen. Grundsätzlich kann jede Frau, die diesen Fetisch praktizieren möchte, die Rolle der Dominierenden übernehmen. Ebenso obliegt es jedem Mann, der Frau Geldgeschenke zukommen zu lassen. Der Stellenwert des Geldes kann so in einem materiell geprägten Teil der Gesellschaft via Austausch per Webcam und/oder Chat instrumentalisiert werden.

Was ist der Unterschied zu Femdom?

Femdom (kurz für Female dominance) ist das Ausüben der weiblichen Dominanz gegenüber dem Mann. Hier steht der Gedanke des Besitzens im Vordergrund. Bei der finanziellen Dominanz ist dies anders. Hier soll der Empfang von Geldgeschenken Erregung auslösen. Eine kleine, aber feine Nuance, die den entscheidenden Unterschied macht.

Hast Du auch schon mal gedacht, dich von Zahlschweinen aushalten zu lassen? Welche Erfahrungen hast Du gemacht?

 

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